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Behördenwegweiser

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Wohnberechtigungsschein; Beantragung

Der Verfügungsberechtigte darf eine geförderte (Sozial-) Mietwohnung nur dann überlassen, wenn ihm der Wohnungssuchende einen Wohnberechtigungsschein vorgelegt hat oder wenn ihm die zuständige Stelle diesen Wohnungssuchenden benannt hat.

Beschreibung

Der Wohnberechtigungsschein wird auf Antrag von der zuständigen Stelle (Landratsämter, Kreisfreie Städte, Große Kreisstädte oder "Große Delegationsgemeinden") erteilt. Auch die Benennung setzt einen solchen Antrag voraus.

Es wird unterschieden zwischen dem allgemeinen und dem gezielten Wohnberechtigungsschein.

  • Mit dem allgemeinen Wohnberechtigungsschein kann sich der Wohnungssuchende im Grundsatz in ganz Bayern um eine entsprechende geförderte (Sozial-) Mietwohnung bewerben. Im allgemeinen Wohnberechtigungsschein ist der Umfang der Wohnberechtigung (insbesondere die Zahl der Haushaltsangehörigen, angemessene Wohnungsgröße) genau beschrieben.
  • Der gezielte Wohnberechtigungsschein wird nur für eine bestimmte Wohnung erteilt.

Bestimmte geförderte Mietwohnungen, vor allem Sozialwohnungen in durch Verordnung festgelegten Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf, dürfen nur einem Wohnungssuchenden überlassen werden, den die zuständige Stelle für die konkrete Wohnung benannt hat. In diesen Fällen kommt es auf einen Wohnberechtigungsschein nicht an.

Voraussetzungen

Der Wohnberechtigungsschein wird für den Wohnungssuchenden und dessen Haushaltsangehörige erteilt; dazu gehören neben Ehegatten und Kindern auch bestimmte weitere Personen, mit denen eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft besteht. Voraussetzung für die Erteilung eines Wohnberechtigungsscheines (und auch einer Benennung) ist daher insbesondere, dass

  • der Wohnungssuchende rechtlich und tatsächlich in der Lage ist, für den Haushalt auf längere Dauer einen Wohnsitz zu begründen und
  • das Gesamteinkommen des Haushalts die maßgeblichen Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

Die Höhe der Einkommensgrenzen hängt von der jeweiligen Wohnung ab. Nähere Informationen zu den Einkommensgrenzen finden Sie unter "Verwandte Themen" - "Sozialmietwohnungen". Im Sinn gemischter Bewohnerstrukturen gibt es für den Bezug geförderter Mietwohnungen in Bayern keine einheitliche Einkommensgrenze.

Wohnberechtigungsschein Ingolstadt

Wohnberechtigungsschein

Vormerkbescheid & Wohnberechtigungsschein (WBS) für öffentlich geförderte Wohnungen

Ihr Ansprechpartner im Amt für Soziales, Soziale Wohnungswirtschaft

  • Allgemeine Auskünfte:
    Telefon 0841 305-1681
  • Fax: 0841 305-1689
  • E-Mail: sww@ingolstadt.de

Sie finden uns im Gebäude Auf der Schanz 39 (ehem. Außenstelle Landratsamt Eichstätt)


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Was sind Sozialwohnungen?

Sozialwohnungen, rechtlich korrekt „öffentlich geförderte Wohnungen“, sind Wohnungen, deren Bau finanziell bezuschusst worden sind. Eine Sozialwohnung ist von der Lage, Ausstattung und Größe erstmal nicht als Solche erkennbar. Lediglich die Miete ist niedriger.

Wer vermietet Sozialwohnungen?

Das Wohnungsamt vermietet keine Sozialwohnungen.
Größte Vermietungsgesellschaft von Sozialwohnungen ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG). Zweitgrößte Vermietungsgesellschaft ist das St.-Gundekar-Werk.

Wie bekomme ich eine Sozialwohnung?

Voraussetzung ist ein Antrag auf Wohnberechtigung im Wohnungsamt. Diesen können Sie rechts im Bereich „Formulare“ unter „Antrag auf Wohnberechtigung“ herunterladen und ausdrucken.

Alternativ kann das Formular vor dem Wohnungsamt oder in den Stadtteiltreffs Pius-, Konrad- und Augustinviertel mitgenommen werden. Eine zusätzliche Bewerbung bei den Wohnungsbaugesellschaften Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (www.gemeinnuetzige.de) und St.-Gundekar-Werk (www.gundekar-werk.de) wird empfohlen.

Was ist der Unterschied zwischen Wohnberechtigungsschein und Vormerkbescheid?

Sind Sie unterhalb der Einkommensgrenzen erhalten Sie einen Vormerkbescheid. Das bedeutet, dass das Wohnungsamt Sie je nach Dringlichkeit den Vermietergesellschaften als möglicher neuer Mieter vorschlägt. Die Vermietergesellschaft wählt unter den vorgeschlagenen Personen einen neuen Mieter aus. Die meisten Sozialwohnungen werden über dieses Verfahren vergeben.

Sind Sie bis zu 30 Prozent über der Einkommensgrenze erhalten Sie einen Wohnberechtigungsschein der Stufe 3, bei bis zu 60 Prozent einen Wohnberechtigungsschein der Stufe 5. Die Vermietergesellschaften wählen ohne vorherigen Vorschlag des Wohnungsamtes selbständig einen neuen Mieter für die passende Sozialwohnung aus.

Mit einem Wohnberechtigungsschein ist eine eigenständige Bewerbung bei den Vermietergesellschaften zwingend notwendig, mit einem Vormerkbescheid wird die Bewerbung empfohlen.

Wann bekomme ich eine Sozialwohnung?

Nach erfolgreicher Antragstellung bekommen Sie entweder einen „Vormerkbescheid“ oder einen „Wohnberechtigungsschein“.

Wenn Sie einen Vormerkbescheid erhalten haben, wird vom Wohnungsamt eingestuft, wie dringlich es ist, dass Sie eine neue Wohnung brauchen. Hier spielen sowohl soziale Komponenten als auch die Dauer der Anwesenheit in Ingolstadt und die Dauer der Bewerbung auf eine Sozialwohnung eine Rolle. Je nachdem, wann Sozialwohnungen frei werden oder fertig gestellt sind, können diese vergeben werden. Sie erhalten dann eine Benachrichtigung des Wohnungsamtes, dass Sie als neuer Mieter einer Wohnung vorgeschlagen wurden. Eine Zeitangabe hierzu ist aber nicht möglich.

Wenn Sie einen Wohnberechtigungsschein haben, entscheidet die Vermietergesellschaft selbständig über den neuen Mieter.

Erforderliche Unterlagen

Da sich die Wohnberechtigung auf alle Haushaltsangehörigen erstreckt, sind für alle Haushaltsangehörige entsprechende Nachweise, vor allem zur Haushaltszugehörigkeit und zum Einkommen vorzulegen.

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

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