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25.07.2021

"Wir sind noch nicht am Ziel"

Anja Assenbaum jetzt LAG-Sprecherin

Die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen (LAG) ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über hundert Mitglieder.
Vor kurzem hatte die LAG zur alljährlichen Sitzung nach Ingolstadt geladen. Die Sitzung, heuer in hybrider Form, diente dem Austausch unter den Gleichstellungsbeauftragten und der Information und Fortbildung über verschiedene gleichstellungsrelevante Themen.

Die bayerische Familien- und Sozialministerin Carolina Trautner betonte in ihrem Grußwort „Wir sind bei der Gleichstellung auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel! Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern weist noch erhebliche Lücken auf. Beispielsweise sind Frauen oft Bildungsgewinnerinnen und zugleich Karriereverliererinnen. Dies darf und kann nicht sein! Wir müssen Führung in Teilzeit ausbauen, alte Rollenbilder überwinden, die Entgeltgleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.“

„Für die Umsetzung dieser Themen braucht es auch weiterhin eine funktionierende Gleichstellungsarbeit. Wir freuen uns, dass das Ministerium das Thema bayernweite Ausstattung der Gleichstellungsstellen in den Bayerischen Gleichstellungsbericht einfließen ließ“, so Anja Assenbaum, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt und eine der bayerischen Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft.

Aktuell steht die Novellierung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes an. Dafür sind auch die Gleichstellungsbeauftragten als Expertinnen für die Anhörung im Bayerischen Landtag vorgesehen.
Bei der Tagung in Ingolstadt nutzten die Gleichstellungsbeauftragten den Besuch der Ministerin und den Austausch untereinander, um über Erfahrungen aus der Gleichstellungspraxis zu informieren. Hauptthemen waren Auswirkungen der Coronakrise auf den Alltag von Frauen und auf die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, die sich immer mehr abzeichnende Retraditionalisierung, was die Geschlechterrollen betrifft, genderbewusste Sprache und das Thema Häusliche Gewalt.

Die Ingolstädter Gleichstellungsbeauftragte Anja Assenbaum wurde als eine der sieben Sprecherinnen der LAG gewählt. Carolina Trautner gratulierte den Sprecherinnen zur Wahl, wünschte ihnen alles Gute für das Amt und freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit. Die Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft betonten, dass die Tagung auch in virtueller Form bei den Kolleginnen auf sehr positive Resonanz stieß.