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Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Deutschlandweite Bevölkerungsbefragung zur Einschätzung des sozialen Miteinanders

Die Stadt Ingolstadt und das Institut „Centouris“ der Universität Passau führen in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) gemeinsam eine großangelegte Umfrage durch, die in diesen Tagen startet. Es geht um den Zugang zu Bildung und Kultur, Einstellungen zu Werten und Traditionen und Aspekte des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. 6.000 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner erhalten die Möglichkeit, ihre Einschätzung zum sozialen Miteinander in Ingolstadt mitzuteilen. Das Projekt ist Teil einer deutschlandweiten Befragung, in der rund 50.000 Menschen aus verschiedenen Bundesländern befragt werden.

Die Bandbreite der Fragen ist hierbei vielfältig: Fehlt es an wichtiger Infrastruktur vor Ort? Welches Verhältnis haben die Einwohnerinnen und Einwohner zu den Menschen in ihrer Nachbarschaft? Und welchen Einfluss nimmt die gegenwärtige Corona-Situation auf das Vertrauen gegenüber anderen wie den Medien und dem Staat? „Gerade in diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, die Meinungen in der Bevölkerung zu diesen Themen sichtbar zu machen und ernst zu nehmen“, sagt Dr. Stefan Mang, Geschäftsführer des Instituts „Centouris“ der Universität Passau. „Wir freuen uns, zusammen mit der Stadt Ingolstadt und unserem wissenschaftlichen Projektpartner FGZ diesen Fragen im Detail nachzugehen.“

Von den Antworten erhoffen sich die Forschenden und die Stadt konkrete Hinweise darauf, wie sich Ingolstadt noch lebenswerter gestalten lässt und in welchen Bereichen es lokal besondere Herausforderungen zu meistern gibt. „Über diese umfassende Befragung haben die Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Stadtgebiet die Chance, ihre Erfahrungen und Eindrücke zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Ingolstadt zu schildern. Dieses Thema betrifft uns alle gleichermaßen. Daher hoffe ich auf großes Interesse und eine hohe Beteiligung“, sagt Dr. Christian Scharpf, Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt.

Bundesweit werden rund 50.000 Menschen aus zwölf Kommunen in Bayern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen befragt. Zu den ausgewählten Orten gehören neben Ingolstadt auch andere Großstädte wie Hannover und Magdeburg sowie kleinere Kommunen wie Passau und Winzer bei Deggendorf.

Die zufällig ausgewählten Personen erhalten eine postalische Einladung zur Teilnahme an der Befragung. Diese ist selbstverständlich freiwillig, anonym und erfolgt nach den Vorgaben der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken.

Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Institut, das in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt ist und die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nimmt. Zusammen werden die mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.